Wasser / Abwasser

Wasserversorgung

In der Gemeinde Niedermuhlern bestehen für die Trinkwasserversorgung verschiedene Versorgungslösungen. So tritt einerseits die Gemeinde mit der öffentlichen Wasserversorgung auf, andererseits verfügen verschiedene Grundeigentümer über eine private Wasserversorgung und es besteht ein Versorgungsperimeter der Wasserversorgungsgenossenschaft Oberblacken.

Die nachfolgenden Informationen gelten nur für die öffentliche Trinkwasserversorgung der Gemeinde:
Die Gemeinde Niedermuhlern bezieht ihr Trinkwasser aus der WANEZ GmbH und verfügt über ein eigenes Leitungsnetz von rund 2 km Länge. Für den Löschschutz sorgen 19 Hydranten. Die WANEZ GmbH entnimmt ihr Trinkwasser aus den Düftiquellen, welche sich unterhalb des Alters- und Pflegeheimes Kühlewil befinden. Die angeschlossenen Haushalte und Betriebe in Niedermuhlern beziehen zur Zeit zwischen 8'200 - 8'500 m3 Trinwasser.

Die Wasserhärte schwankt zwischen 33 - 34° französischer Härtegrade.

Die Trinkwasserqualität wird gemäss den gesetzlichen Bestimmungen jährlich durch ein zertifiziertes Labor überprüft. Der nebenstehende Untersuchungsbericht bescheinigt die Einhaltung der gesetzlichen Qualitätsansprüche.

Über Leitungspläne, Anschlussmöglichkeiten und Gebührentarife gibt Ihnen die Gemeindeverwaltung Niedermuhlern gerne Auskunft.

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Wasserversorgung: Informationen WANEZ GmbH zu Chlorothalonil

Chlorothalonil ist ein Wirkstoff, der in Pflanzenschutzmitteln seit den 1970er Jahren gegen Pilzbefall als sorgenanntes Fungizid zugelassen ist. Er wird im Getreide-, Gemüse-, Wein- und Zierpflanzenbau eingesetzt.

Im Rahmen des Programms zur Überprüfung von alten Pflanzenschutzmitteln stufte das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) im Jahr 2019 Chlorothalonil neu als wahrscheinlich krebserregend ein.
Gemäss dem europäischen Leitfaden der auch in der Schweiz angewendet wird, gelten aufgrund dieser Beurteilung auch alle Abbauprodukte von Chlorothalonil, die sogenannten Metaboligen, als "relevant", weil auch bei ihnen nicht ausgeschlossen werden kann, dass sie krebserregend sind.
Da in der Schweiz und in der EU das Trinkwasser möglichst unbelastet sein soll, sind die Pflanzenschutz-
mittelrückstände und deren relevante Abbauprodukte sehr streng geregelt. So gilt für diese Stoffe einzeln jeweils ein Höchstwert von 0.1 Mikrogramm pro Liter; dies entspricht 0.1 Milligramm pro Kubikmeter. Diese Limite ist ein vorsorglicher Wert, er ist nicht toxologisch oder gesundheitlich definiert. Eine Unterschreitung zeigt an, dass das Grundwasser besser geschützt werden muss.
Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) hat aufgrund dieser Erkenntnisse den Einsatz des Pflanzenschutzmittels Chlorothalonil mit Wirkung auf den 1. Januar 2020 generell verboten. Einzelne Abbauprodukte von Chlorothalonil werden jedoch noch lange im Grund- und Quellwasser sowie teilweise im Trinkwasser feststellbar sein.

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV hat die Kantone mit Schreiben vom 30. Januar 2020 unter anderem wie folgt informiert: "Eine unmittelbare Gesundheitsgefährdung aufgrund von Chlorothalonil-Metaboliten besteht nicht. Konsumentinnen und Konsumenten können das Trinkwasser weiterhin konsumieren".

Im Netz der WANEZ GmbH und in den Ortsnetzen ergibt sich bezüglich der Chlorothalonil Abbauprodukte folgende Situation:

10.02.2020Abbauprodukt M4 (R47 1811):0.64 Mikrogramm pro Liter (Düftiquelle)
22.04.2020Abbauprodukt M4 (R47 1811):0.80 Mikrogramm pro Liter (Düftiquelle)
14.05.2020Abbauprodukt M4 (R47 1811):0.80 Mikrogramm pro Liter (Ortsnetz Wald)
14.05.2020Abbauprodukt M4 (R47 1811):0.80 Mikrogramm pro Liter (Ortsnetz Niedermuhlern)
02.07.2020 Abbauprodukt M4 (R47 181):0.69 Mikrogramm pro Liter (Düftiquelle)
11.01.2021Abbauprodukt M4 (R47 181):0.83 Mikrogramm pro Liter (Düftiquelle)
20.05.2021Abbauprodukt M4 (R47 181):0.85 Mikrogramm pro Liter (Düftiquelle)

Alle anderen Abbsauprodukte (Metaboliten) von Chlorothalonil erfüllen die Anforderungen der Lebensmittelgesetzgebung.
In der Wasserprobe vom 02.07.2020 wurden 60 weitere Pestizide bestimmt. Alle weisen eine Konzentration von weniger als 0.02 Mikrogramm pro Liter auf.
Nach Gesprächen mit der Wasserversorgung Köniz und dem Kantonalen Laboratorium hat die Geschäftsführung WANEZ GmbH entschieden, auf die Mischung des Wassers der Düftiquelle mit Wasser von der WV Köniz zu verzichten. Die Düftiquelle liefert sehr hartes Wasser, die WV Köniz von der Grundwasserfassung Selhofen - Zopfen weiches Wasser. Die sukzessive Lösung der Kalkablagerungen in den alten Wasserleitungen würde zu erheblichen Qualitätsproblemen führen. Aus enegetischer Sicht macht es keinen Sinn, Wasser vom Niveau der Aare in das Quellpumpwerk Düfti zu pumpen.

Die WANEZ GmbH handelt entsprechend den Vorgaben des Kanton Bern und verfolgt aufmerksam die weiteren Entwicklungen.

Zimmerwald, 10.06.2021   /   Geschäftsführung WANEZ GmbH

 

 

Abwasserentsorgung

Die öffentliche Abwasserentsorgung erschliesst sämtliche Baugebiete der Gemeinde Niedermuhlern. Innerhalb der übrigen Gebiete werden die Abwässer entweder landwirtschaftlich verwertet oder einer privaten Kleinkläranlage zugeführt.

Die Gemeinde Niedermuhlern ist Mitglied des Gemeindeverbandes ARA Senstal. Der Abwasseranfall wird mittels Transportleitungen, Pumpstationen u.a. in die Abwassereinigungsanlage in Laupen geführt.

Die Gemeindekanalisation wurde im Trennsystem erstellt, d.h. der Kanalisation nimmt nur den Schmutzwasseranfall auf. Das Regenwasser und anderes Brauchwasser (Brunnenabläufe etc) versickert vor Ort oder wird einem Bach zugeführt. Die Haushalte und Betriebe von Niedermuhlern führen zur Zeit zwischen 13'160 bis 13'500 m3 Schmutzwasser der ARA Sensetal zu.

Über Leitungspläne, Anschlussmöglichkeiten und Gebührentarife gibt Ihnen die Gemeindeverwaltung Niedermuhlern gerne Auskunft.

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Untersuchungsbericht Wasserversorgung

Nachstehender Untersuchungsbericht gibt Auskunft über die letzte Trinkwasseruntersuchung:

Letzter Prüfbericht

weiterführende Links

Reglemente / Tarife

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Tel: 031 819 52 42 · E-Mail: gemeinde@dont-want-spam.niedermuhlern.ch